Sonntag, 27. Juli 2014

OOTD - Only Sunshine

Hier haben sich ein paar Outfits in der Pipeline aufgestaut, und deswegen kommt heute noch mal eins, dass schon vor Berlin entstanden ist. An einem regnerischen Samstag, als versuche mit meinem neuen gelben Rock etwas Sonnenschein ins verregnete Bielefeld zu bringen.

I piled up a few outfit, so today I’m going to show you something that is a few weeks ago, from a rainy saturday, that I tried to make a little brighter with my new yellow skirt. 


Gelb ist ja eigentlich so gar nicht meine Farbe. Ich habe bestimmt seit der Grundschule keine Gelbe Kleidung mehr gehabt, weil ich immer fand irgendwie steht mir die Farbe einfach nicht. Trotzdem verliebte ich mich Hals über Kopf in diesen Rock, als ich ihn im H&M Shop sah und musste ihn einfach bestellen!
Irgendwo, ich glaube in einem Interview mit Guido Maria Kretschmer, habe ich gelesen, dicke Frauen müssten nicht jeden Trend mit machen, zum Beispiel Plissee Falten oder knall gelb. In diesem Fall kann ich nur sagen „Well done, H&M“, für dieses doch eher „mutige“ Trendteil.

Yellow usually isn’t my color, I can’t remember one yellow piece since elementary school, but when I saw this skirt online at H&M I knew I needed it! Not long ago I read an interview with a germany designer how said something about trend and plus size and that fat girls shouldn’t go with every trend, for exampe pleats or yellow. So, all I can say is „Well done, H&M“ for making this trend piece.

Grau und gelb ist ja bekanntlich immer eine hübsche Kombi, deswegen habe ich mich für einen grauen, gehäkelten oversized Pulli (von Via Appia) entschieden. Der Regenschirm war leider nötig, weil wir an dem Tag einen Regenbruch nach dem anderen hatten. Ich finde es faszinierend wie sehr das linke Licht des Schirms meine Haarfarbe ausblenden, und man nur das Blond sieht, aber grün Ton aber völlig verschwindet!

I do believe that grey and yellow always work together, and so I paired the skirt with an oversized grey shirt and black tights, as it was cold that day. What kind of fascinated me, is the way my green hair looks almost blond in the light of the pink umbrella, that I have to use while taking pictures. 

Ich wünsche euch eine schöne Woche. Meine wird neben der Arbeit mit Geburtstagplanug gefüllt sein, in weniger als zwei Wochen ist es schon soweit, und danach habe ich dann endlich eine ganze Woche frei, ich hoffe das Wetter hält sich!

I hope you all have a lovely week, I will spend mine with mostly work and hopefully some birthday planning. It’s due in less then two week, after that I will have one week of free time, and I hope summer stays up till then!

Montag, 21. Juli 2014

OOTD - It’s a bare necessity

Es gibt zwei kleine Geschichten hinter diesem Outfit. Getragen und aufgenommen schon vor etwa drei Wochen, an einem nett warmen, aber nicht klebrig heißen Sommertag. Die erste Geschichte hat mit meinen Freunden zu tun und meiner Familie, damit dass ich an diesem Samstag durch die Straßen Bielefeld wanderte um die vielen Möglichkeiten des NRWTags zu erkunden, mit ohne Strumpfhose, und einem leichten Wind auf der Haut. Ich war Kaffee trinken und eine Band anschauen, hab mein THW einen Flaschenöffner gewonnen und zum Abschluss bin ich noch in Amélie gelaufen. Und hier fängt die zweite Geschichte an.

There are two stories  behind this outfit. One it set three weeks ago, when I wore this dress out for a special street festival in my home town, having coffee, fun and a long walk with friends. The second one beging a little later, when I coincidentally met Amélie at the coffee store. 

Kleid - ASOS Curve // Tasche - Six // Schuhe - Evans // Hut - H&M // Kette - Uroma 
Zwei Wochen später saßen Amélie und ich in Berlin auf einer Bank und sie sagte mir plötzlich: „Ich wollte dir schon die ganze Zeit was erzählen, hab ich total vergessen.“ An dem Tag, als wir und zufällig in der Schlange zum eiskühlen Frappucchino trafen, stand eine ältere Dame hinter uns in der Schlage, nachdem ich das Café verlassen hatte, ging sie auf Amélie zu und erzählte ihr etwas umschweifend, und mit vielen „Ich mein das ja nicht böse“, dass sie fände, ich sollte meine Beine nicht so nackig zeigen. Es ging nicht etwas, wie Amélie erwartet hatte um meine grünen Haare, oder meine Pircings, sondern um die ca. 50cm nackte Haut unterhalb meines Knies. Ich weiß nicht, ob es die Nacktheit oder aber die Form meiner Beine war, jeden Falls war die gute Dame recht empört, und Amélie und ich hatten den ganzen Abend was zu lachen.

Two weeks later, Amßelie and me were string on a bench in Berlin and she suddenly remembered to tell me something. It was that day I wore the dress and we met, that an older lady was standing behind us in the queue for frappucchino. She later, when I left, came up to my friend and told her with a little bit of talking around the thing, and lots of „I don’t really wane be mean, but...“ that she thought I really shouldn’t show my legs bare like this. For her it probably was something she was offended by for the rest of the day, while Amélie and I had a laugh for the whole evening.

Ich bin froh, dass es mir diesen Sommer zum ersten Mal egal ist, ob Leute meine Beine sehen wollen oder nicht, es ist warm, also ziehe ich keine Strumpfhose an. So einfach ist das. Es macht Spaß Wind auf den Beinen zu fühlen, oder wie der Rock um die Knie flattert. Es gibt immer zwei Seiten einer Medaille, und irgendwer hat immer was zu meckern, und deswegen versuche ich mich immer auf die positive Seite zu konzentrieren. Probiert’s doch auch mal aus...

I am really happy that this is the first summer I really don’t care much anymore about showing my legs. If it’s warm, I am going to skip the tights and go bare legged, cause it’s lovely to feel wind on my skin and my skirt touching my knees. There are always people who will be offended or bothered, but I really try to concentrate on the positive stuff. You should try that too...



Sonntag, 20. Juli 2014

Fat Acceptance - Was soll das ganze eigentlich?

Manchmal steckt man so tief in seinem eigenen kleinen Universum, dass man gar nicht mehr so richtig merkt, dass es da draußen Leute gibt, die mit dem eigenen Lieblingsthema so absolut nichts am Hut haben. Meistens fällt es einem immer dann auf, wenn zum Thema Fat Acceptance und Plus Size Mode mal etwas in den Mainstream Medien gebracht wird.

Die wundervolle Britta, die ich durch den Blog kennen gelernt habe, hat letzte Woche auf Brigitte.de einen Artikel (Trigger Warning: DON’T READ THE COMMENTS! Ich meine er ernst!) über uns, also ihre Plus Size Mädels, veröffentlich, und darüber geschrieben, wie wir ihr geholfen haben, sich selbst wieder schöner zu finden. Neben positiver Resonanz ist aber leider auch eine Diskussion ausgebrochen in der mal wieder die typischen Karten gespielt werden: Ich finds ja auch wichtig dass ihr euch alle gut fühlt, aber Gesundheit, Fitness und „IHR WERDET ALLE STERBEN!“.

Ich habe mich oft genug in diese Diskussionen reingestürzt, mit wehenden Fahnen meinen Standpunkt verteidigt, Tränen vergossen und am Ende irgendwann verstanden,  Menschen die schon  ein Brett vor dem Kopf haben, möchten damit einfach weiter gegen den Türrahmen rennen, um bloß nicht raus zu kommen, aus ihrer kleinen Box, in der kein Platz für neue Ideen und andere Gedanken ist. Deswegen habe ich dieses mal den Mund gehalten, trotzdem hat die Diskussion die Frage „Warum eigentlich Fat Aceeptance?“ in meinem Kopf aufgewirbelt und mir klar gemacht, dass viele Menschen anscheinend tatsächlich nicht verstehen warum.

Ich brauche Fat Aceeptance...
...weil ich es gemein finde, dass Außenstehende davon ausgehen, dass ich grade abnehme, weil es ungerecht ist, dass Menschen die mich nicht kennen denken, dass ich meinen Körper schrecklich finden muss oder ihn bestimmt hasse und ändern will. Weil ich immer die sein werde, die man als ungesund einschätzt, auch wenn eine dünne Freundin neben mir vielleicht schlechtere Blutwerte hat, genauso langsam läuft, oder doppelt so viel Burger isst wie ich. Weil jeder denkt, er hat das Recht mich zu beurteilen, mich zu verurteilen, mich darauf aufmerksam zu machen, dass ich ungesund/faul/hässlich bin. Weil Menschen auf der Straße sich umdrehen und kichern, mit dem Finger auf mich zeigen. Weil ich Jahre lang Angst hatte in der Öffentlichkeit zu essen. Weil man manchmal weinend im Bett liegt, nach dem wieder jemand „zugeschlagen hat" und darauf wartet, dass der prophezeite Herzinfarkt jede Sekunde eintreten könnte, obwohl man weiß, dass man ganz gesund ist. Weil Menschen mir sagen, dass sie mich mutig finden, weil Menschen es ganz toll finden, dass ich zu meinem Körper stehen kann. Weil niemand sich traut fett zu sagen. Weil dünne Menschen nicht verstehen wie privilegiert sie nur wegen ihres Gewichts sind. Weil ich, genau wie jeder andere Mensch, das Recht habe zu sagen „Ich bin zufrieden“, ohne das jemand ein „aber...“ daran hängt. Weil mein Körper atmen, laufen, mich durch die Welt tragen kann, und trotzdem jeder meint, dass er nicht gut genug ist. Weil dicke Menschen nicht in Liebesfilmen vorkommen.

Es gibt so viele Gründe, so viel „weil“ und trotzdem ist alles was manche Menschen sagen können „Aber das ändert nichts an dem Fakt, dass Übergewicht ungesund ist und wenn du erstmal alt bist, du bereuen wirst, was du jetzt sagst!“. Wenn ich so ein Argument höre, kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Selbst wenn das alles so wahr wäre, und jeder dicke Mensch automatisch ungesünder ist, als sein dünner Gegenpart, ändert das nichts an der Tatsache, dass all die oben genannten Dinge trotzdem wichtig sind. Nur weil mein Lebensstil ungesund ist, wird nicht außer Kraft gesetzt, dass ich glücklich sein darf. Dass es entwürdigend ist, wenn fremde oder noch schlimmer, nicht fremde Menschen sich über mich lustig machen. Davon, wie unglaublich bescheuert er ist, die Gesundheit eines Menschen nur an seinem Aussehen abzulesen, fange ich gar nicht erst an. Es geht hier nicht darum, irgendetwas für besser oder schlechter zu erklären, es geht auch nicht darum Übergewicht zu „glorifizieren“ wie manche es so schön sagen, na ja wenn wir ehrlich sind, geht es manchmal doch darum, aber warum auch nicht? Dünnsein, Diäten und Fitness bis zu einem Grad, der auch ungesund und Körperschädigend ist, wird doch auch glorifiziert, jeden Tag, in jedem Medium..., aber ich verliere hier den Faden. Worum es geht ist, dass ein fetter Körper exakt die gleiche Berechtigung hat hier zu sein wie ein dünner, ein mitteldünner, ein dicker aus Gesundheitsgründen, ein kaputter, ein heiler, ein „schöner“ oder ein hässlicher.
Als fetter Mensch ist man für viele andere Menschen inakzeptabel.

Es passt nicht in ihr Weltbild oder ihren Alltag, dass mein fetter Körper sich den Raum nimmt, der ihm zusteht. Dass ich mir das Recht nehme mich zu kleinen wie ich will, zu essen was ich will, und vielleicht so zu leben, dass ich mir keine Gedanken um Konsequenzen machen. Und diesen Menschen müssen endlich die Augen geöffnet werden für ihre eigene Intoleranz. Denn selbst ein gut gemeintes „Aber denkt doch an deine Gesundheit“ basiert nur auf Vorurteilen gegenüber fetten Körpern, und in den wenigsten Fällen auf fundiertem Wissen über den wirklichen Gesundheitszustand des Menschen.