Mittwoch, 14. März 2012

Bitte recht freundlich!

Zur Zeit haben wir "Strategische Karriereplanung" als Vorlesungseinheit, es geht dabei hauptsächlich um die perfekte Bewerbung, seine eigenen Kompetenzen, Stärken und Schwächen finden, Assessment Center und Bewerbungsgespräche üben. Dienstag haben wir uns mit unserer Dozentin im Fotostudio getroffen um Bewerbungsfotos zu machen. Für viele ein leidiges Thema. Frau S. unsere Dozentin, ist eigentlich eine sehr liebe, offene und fast ein bisschen zu alberne Frau, allerdings war sie  plötzlich extrem pingelig, die Kragen der Blusen wurden für jedes Fotos neu aufgestellt und an den Haaren wurde jede Strähne an den richtigen Platz gelegt. Tatsächlich war die bei den Jungs auch leicht angesäuert, da sich einige nicht in Schlips und Kragen fotografieren lassen wollten.

Ich persönlich vertrete da ja eine recht feste Meinung, ich finde das die meisten Arbeitskleidungsvorschriften völlig veraltet und einfach nur altbacken sind. Grade in unserem Berufsfeld, ich studiere "Kommunikationsdesign & Werbung", sehen es die meisten Agenturen mit der Kleidung nicht so eng. Bei meinem Praktikum konnte ich im Prinzip anziehen was ich wollte, auch meine damals noch bunten Haare oder Piercings waren absolut kein Problem. Würde ich allerdings meine Ausbildung bei einer Bank machen, könnte ich mir das nicht leisten. Auch die Studenten aus dem Gesundheits-Wirtschafts-Kurs, die mit uns im Fotostudio waren, waren etwas geschockt, als sie Michael nur in T-Shirt und Jeans sahen, tatsächlich ist das aber die ganz normale "Arbeitskleidung" in einer oder wahrscheinlich in den meisten Werbeagenturen.

Ich finde ja, dass es wichtig ist, dass man ordentlich und gepflegt aussieht, das man keine kaputten oder dreckige Klamotten trägt. Aber ich sehe einfach nicht ein, wieso jemand, der eine Jeans trägt, mir nicht genauso gut ein Konto bei der Sparkasse verkaufen könnte, wie jemand in einem Anzug. Ich finde weder sichtbare Tattoos, bunte Haare oder einen Ring in der Nase störend, fehl am Platz oder unangemessen. Denn sollte nicht jeder davon ausgehen, dass egal wie der Mensch der mir ein Produkt oder eine Dienstleistung verkauft, die gleiche Ausbildung genommen hat, wie alle anderen die dort Arbeiten, und so sein Service nicht schlechter oder besser wird, nur weil er eine Schwalbe an den Hals tattoowiert hat ein maßgeschneidertes Kostüm trägt. 

Auch wenn uns mehrfach gesagt wurde, dass man nie weiß, wer die Bewerbung in die Hände bekommt, würde ich mich für ein Bewerbungsfotos nie in ein Outfit werfen, dass ich sonst nicht anziehe. Ich trage nie weiße Bluse und einen Blazer auch nur mal als "Jacke". Daher habe ich mich für ein schickes, aber für mich eigentlich ganz normales Outfit entschieden. Beziehungsweise sogar für zwei Outfits, das selber Kleid von H&M in zwei verschiedenen Farben.




Ich fühle mich wohl in so einem Outfit und ehrlich gesagt möchte ich auch niemals irgendwo arbeiten wo ich meine Piercings rausnehmen müsste oder vorgeschrieben bekommen würde, was ich tragen soll. Was haltet ihr davon? Habt ihr in eurem Beruf Vorschriften die ihr doof oder vielleicht sogar richtig gut findet? Und wie steht ihr zu Tattoos, Piercings und bunten Haaren im Beruf?

Ich habe mich übrigens die Haare gefärbt, ein bisschen dunkler mag ich doch irgendwie lieber. Außerdem werde ich wohl einen Lockenstab zulegen, zur Zeit habe ich einen von einer Freundin ausgeliehen und bin ziemlich begeistert davon. Meine Haare locken sich zwar manchmal ein bisschen von alleine, aber manchmal auch gar nicht. Die machen einfach was sie wollen...

Kommentare :

  1. Eine schwierige Frage was das Outfit für ein Bewerbungsfoto oder fürs spätere Gespräche betrifft.

    Ich bin gelernte Bankkauffrau und hatte zuletzt in einer gut bezahlten Position gearbeitet. Und nun schau mich heute an. Ich fühl mich SO sauwohl ... könnte mich aber so definitiv nicht bei einer Bank bewerben.

    Bewerbungen sind ein Spiel mit eigenen Regeln an die man sich (leider) halten muß. Fakt ist: JEDER Personaler schaut als erstes auf´s Bild ... noch BEVOR er Deine restlichen Unterlagen durschaut. Die Frage, ob das gerecht ist stellt sich hier nicht ... es ist einfach Fakt.

    Tatsache ist aber auch, dass später kaum jemand erwartet, dass Du immer so aussiehst wie bei der Bewerbung.

    Wenn ich Dir einen Rat geben darf: Nehm die Piercings fürs Foto und das Gespräch raus ... später kräht da kein Hahn mehr danach ... in einem Kreativ-Beruf sowieso nicht.

    Grüßle

    Steffi

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    1. Nein, auch wenn es dickköpfig erscheinen mag, es ist ein Prinzip für mich und ich werde nicht meine eigenen Prinzipien hintergehen. Klar kann es sein, dass es später niemanden interessiert und ich mir so erst mal einen Vorteil verschaffe, aber genau wie ich es irgendwie schaffen will in den Köpfen der Menschen zu ändern, dass dicke Menschen nicht auch gleichzeitig ungesunde, faule oder ekelhafte Menschen sind. Will ich ändern, dass Menschen nicht mehr davon abgeschreckt sind, nur weil jemand Piercings oder Tattoos hat. Und die gehören nun mal von Anfang an zu mir dazu, genau wie ich nicht mein Doppelkinn oder meine kleine Augen von einem Bewerbungsfoto entfernen würde.

      Klar gucken sich Personaler die Bilder an, aber irgendwann ist der Moment gekommen an dem Menschen etwas in ihren Köpfen ändern müssen und diese Änderung fängt nur dann an, wenn jemand mutig genug ist, sie herbei zuführen und einen kleinen Schritt in die richtige Richtung zu machen.

      Allerdings liegt das an meinen Werten und meiner persönlichen EInstellung, und ich sehe ein, dass es meine Chancen mindern könnte.

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  2. Hallo Katrin,

    also ich arbeite bei einer Bank, sehe das mit Tattoos und Piercings nicht so eng.. Habe 2 Piercing in den Ohren, die man offensichtlich sieht und ab und an mal mein Tattoo (an der Wirbelsäule bis zum Nacken). Bisher hat sich niemand beschwert und meine Chefin sieht das auch locker..

    Aber hab auch schon andere Chefs erlebt, die einem keine Chance geben, weil man nicht ins typische Klischee passt.. Da möchte man dort gar nicht mehr arbeiten :D

    Schönen Blog hast du :)

    Lg
    Nelly

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  3. tja das is das ewig leidige thema, ich find es genauso albern wenn sie im anzug erscheinen und dann im job nur noch im "schlabberlook" ich hab immer konsequent das angezogen was mir recht erschien, was mich wiederspiegelt und nicht irgend ne show gemacht, hat immer geklappt :)

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  4. Ich bin auch der Meinung, dass man in einer kreativen Branche wie der Werbung durchaus sogar mit solchen Bewerbungsfotos punktet. Warum sollte ich zudem auf den Fotos Piercings und Tattoos verstecken, die ein Teil von mir sind? Wobei ich jetzt Körperschmuck meine, den man bei "normaler" Kleidung sieht und nicht die Zurschaustellung von Oberarmtattoos oder solchen im Dekoltée ;)
    Wichtiger als Piercings etc auf dem Bewerbungsfoto finde ich, dass man -wie schon oben erwähnt wird- gepflegt aussieht.
    Durch mein Studium (Jura) ist fashionmäßg leider die Wahl auf ein sehr konservatives Berufsfeld gefallen, in dem nicht viel Raum für individuelle Kleidung ist, denn in bestimmten Berufszweigen, davon bin ich überzeugt, werden vor allem Frauen erst ernst genommen, wenn sie möglichst seriös auftreten- wozu kräftigeres Make-Up oder sehr trendige Kleidung wohl nicht beitragen werden.
    Liebe Grüße
    Anna

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    1. Ja da muss ich dir auf jeden Fall Recht geben, meine Branche bietet mir natürlich auch ganz andere Möglichkeiten. Es ist sehr schade, dass Frauen sich immer noch "männlich" geben müssen um ernst genommen zu werden und leider meiner Meinung nach der anti-feministisch...aber ich kann auch verstehen, dass man so zu sagen mit diesem Fluss geht, weil es einem viele Dinge erleichtert....

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  5. Ich arbeite im Krankenhaus...das leidige weiß müssen wir da ja alle tragen, auch ich als Hebamme.
    Vor meiner Bewerbung im Krankenhaus habe ich fast 8 Jahre lang in meiner eigenen Praxis gearbeitet und konnte anziehen was ich wollte und habe mir in dieser Zeit auch endlich meine heiss ersehnten Tattoos stechen lassen...eines davon auf meinem kompletten rechten Arm....gehört nun nicht gerade zu den Dingen die in Krankenhäusern gern gesehen sind, aber ich finde, dass heutzutage diese "alten Regeln" überholt sind. Die meisten Menschen in meinem Alter haben selber Tattoos oder sind zumindest offen dafür, besonders im Kreißsaal sind die meisten werdenden Eltern in meinem Alter.
    Bis jetzt habe ich keine negativen Reaktionen auf meine Tattoos bekommen- im Gegenteil, ich werde oft gefragt wo ich sie habe stechen lassen und bekomme Komplimente und Neid-Bekundungen...ich finde auch, dass ich das Recht habe mich durch Tattoos etc. auszudrücken, meine Persönlichkeit auszudrücken.

    Andere Regeln befolge ich, weil sie Sinn machen, auch wenn sie mich nerven...kein Schmuck bei der Arbeit, kein Nagellack, keine langen Nägel. Sobald ich mal einen Tag frei habe lackiere ich mir die Nägel und mein Make-Up ändert sich von dezent zu nicht mehr ganz so dezent, ich trage den Schmuck den ich will und naja...Klamotten kann ich ja anziehen wie ich will...bei der Arbeit muss ich mich dann ja sowieso in sexy weiss schmeissen, was mir als Dickie auch unglaublich steht *ich könnt kotzen*...aber so ist das eben.

    Alles in allem finde ich, dass dieses verstaubte Denken endlich weg muss. Seriös und viel wichtiger noch- kompetent und top in meinem Job kann ich mit Tattoos und Piercings genauso sein wie ohne. Nur weil jemand seriös und kompetent aussieht macht ihn das noch lange nicht dazu.

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  6. Deinen Text kann ich genau so unterschreiben! Super!
    Deine "Bewerbungsfotos" sehen verdammt schick aus. Deine Haare gefallen mir richtig gut.
    Die Schuhe sind verdammt süß :)!

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  7. Ich finde die Fotos wunderschön und auch ich muss dir sagen das ich das genauso finde wie du =) Ich arbeite in einer Bäckerei , wir sind alle einheitlich in einem Rot gekleidet und ich finde das ganz schrecklich muss ich sagen. Klar es gehört zu unserem Ladenbild , aber ich würde viel lieber das tragen was ich mag. Im winter muss ich von Stiefel zu Turnschuhen wechseln...echt doof. Aber leider ist es auch so wie einige meiner vorrednerinnnen sagen, wenn du einen doofen "Personal Vorstand" da sitzen hast, dann nützt das schönste Piercing lächeln nichts. Aber dann ist man eben vielleicht nichts für den Laden.Bleib wie du bist.

    Einen wunderschönen Tag
    Anni

    *Wo hast du das Kleidchen her? Bzw DIE Kleidchen*

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  8. GENAU so trag ich das weintrote Kleid auch meist, mit dem Tuch zusammen :)

    Ich seh´s auch so wie du.
    Ich denk mir dann immer "Warum irgendwo arbeiten, wo man dich nicht akzeptierst wie du bist" - trotzdem hatte ich bisher Angst mir ein Tattoo stechen lassen, weil ich eben Grundschullehrerin werden will...

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  9. Bevor ich mein Studium im Klamotten Buisness begonnen habe, wollte ich auch unbedingt Kommunikationsdesign machen. Daür habe ich mir erst mal ein Praktikum gesucht bei dem testen kann ob es was für mich ist. Und ich muss sagen ich saß da meist viel zu overdressed mit meiner Bluse, meine Chefs dagegen von Heavy Metal bis Crazy mitte 50ér. In der Branche hast du es dir auf jeden Fall leicht gemacht denn da ist Individualität und Kreativität gern gesehen.
    Ich hatte ein Lippenbändchen Piercing welches ich kurz vorher endgültig abgemacht habe, als es einer von den Chefs auf einem Bild erkannte fragte er nur : "Oooh wieso hast du das denn weg gemacht?"
    Bei anderen Berufen ist es immer noch Gang und Gebe mit Bluse und Blazer zu erscheinen, wobei ich denke das Sauber und Ordentlich gebügelt auch ne Chance haben.

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  10. Mir geht es so, wie es GlamourGirl80 beschreibt, dass wenn ich Leute sehe, die nicht einem System angepasst sind, es mich total freut und ich auch Komplimente ausspreche und positiven Neid. Mir sind solche Menschen einfach sympathisch und ich vertraue viel schneller, als wenn ich das Gefühl hab, mir macht einer oder "ein vorgeschriebenes System" in dem er arbeitet, was vor.

    Ich würd mir wünschen, dass mir, wo wir gerad beim Thema Banken sind, dort mehr Leute lockerer gekleidet begegnen. Dass sie die Möglichkeit haben, sich so auszudrücken, wie sie sind.

    Ich kann mir aber auch vorstellen, dass es Menschen gibt, die das verunsichert. z.B. evtl. konservative, ältere Menschen. Die dieses System brauchen, weil sie nichts anderes kennen.

    Ich find das ist echt einschwieriges Thema. Denn auch Steffi hat Recht, dass es manchmal einfacher ist, sich etwas anzupassen um damit etwas einfacher zu erreichen. Auch wenn das genrell gegen meine Prinzipien ist, stehe ich trotzdem auch hinter dieser Aussage.

    Ich freu mich auf jedenfall immer, wenn ich das Gefühl hab, da steht jemand "echt" vor mir ;)

    Jetzt zu deinen Fotos:

    Du siehst spitze aus!!! Ich bin total begeistert!!! Das Rote gefällt mir noch besser als das Schwarze. Macht dich etwas weicher/farbenfröhlicher! Das Tuch mag ich in der Kombi mit dem Kleid extremst gern leiden! Wo hast du es her?

    PS: die Locken - sehr schön!

    :)))

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  11. PS.PS:
    Danke für deinen tollen Kommentar zwecks Kamerasuche! Hab mich tierisch gefreut, dass du mir so viel geschrieben hast. Ich werde deine Tipps mit in meine Entscheidung einfließen lassen, definitiv!
    Danke nochmal! :)

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  12. Huhu :-)
    Als sonst eher stille Leserin muss ich hier mal meinen Senf abgeben, aber nicht zur Grundsatzdiskussion, die sehe ich wie jeder in meiner Altersklasse ("jeder so wie er mag, Hauptsache gepflegt, verbrennt die alten Regeln!").
    Aber zu deinen Bildern möchte ich was sagen:
    Ich finde, das Rote steht dir sehr gut. Trotzdem wirkst du auf mich im Schwarzen sehr viel "frischer". Finde grad kein anderes Wort... Liegt am Tuch. Ich hab echt länger überlegt, es liegt am Tuch.
    Im Schwarzen wirkt dein Doppelkinn nämlich nicht so doppelkinnig, weil der kleine Ausschnitt streckend wirkt und ein Übergang von Kopf zum Oberkörper geschaffen wird.
    Das Tuch quetscht deinen Kopf vom Rest ab, auch wenn die Kombi sehr gut gelungen ist.

    Vielleicht magst du ja das Schwarze nochmals anziehen, genau so wie auf den Fotos mit Gürtel und Kette und dann noch ein oder zwei Knöpfe aufmachen, knipsen und hier nochmals einstellen mit direktem Vergleich zu diesen Fotos?

    Und bevor ich es vergesse: Das letzte Foto, das kannst du in absolut jede Bewerbungsmappe kleben! Ehrlich, richtig toll schaust du drauf aus! Vielleicht sollte ich mir auch mal ein professionelles Fotogedöns leisten....

    Ganz liebe Grüße,
    Kathi

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    1. Da die in der Uni gemacht sind, kann ich die so fix leider nicht noch mal wieder holen.
      Allerdings hast du Recht, nen spitzt zulaufender Ausschnitt streckt Hals und Kinn auf jeden Fall. In meinem Fall manchmal wünschenswert, da ich kaum Hals hab xD

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    2. Schmale Ausrede mit der Uni, meine Liebe ;-) Außer du hast die Klamotten von der Uni gestellt bekommen und musstest sie wieder abgeben *g*
      Irgendeine weiße Wand wird sich bei dir daheim doch finden....
      :-)

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  13. ja, kenne ich auch...als gelernte Bankkauffrau war da ein relativ eng gestrickter Outfitrahmen... :)
    Mein Favourit ist übrigens das Schwarze Kleidchen und die Frisur ist auch sehr toll :) (die rote Kleiderkombi ist auch gut, aber diese Empireschnitte mag ich nich mehr, seit ich 2x schwanger war *grins*)
    herzigst,
    Grit von Allerhand Wundermurmeliges

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    1. Das komische ist, dass beides genau die selber Kleider von H&M sind, genau zur selben Zeit gekauft und auch in genau der gleichen Größe in XL.
      Die sitzen aber komplett unterschiedlich, das schwarze hab ich sogar gekürzt so um 4cm weil es einfach ne ganz komische Länge hatte vorher....

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  14. Deine Haare sehen super aus :) Leg' dir auf jeden Fall einen Lockenstab zu ;)

    Im Sommer bin ich fertig meiner Ausbildung zur Sozialassistentin und dann fange ich mit der Ausbildung zur Erzieherin an.
    Ich würde nie meine Piercings herausnehmen - schließlich ist es später meine Aufgabe, die Kinder zu toleranten Individuen zu erziehen und wie soll das gehen, wenn ich nicht selbst toleriert werden, so wie ich bin.

    Lg Svt

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  15. Hi liebling! I love your looks, absolutely wonderful. The hair, the waistbelt, YOU! So fab. I apologize for being a stranger. Love, Anika

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  16. Liebe Katrin,
    ich arbeite auch im Marketing und muss dir sagen, dass man mit Blüschen und Businessklamotten auch sehr kreativ sein. Ich war früher schon immer der lässige Typ, aber seitdem ich ab und an auch einmal schick herumlaufen muss und ich die 0815 Kostüme und Hosenanzüge ganz schrecklich finde, gehe ich oft kreative Wege. Z.B. gibt es superschicke Chinohosen, die man zu Blazern kombinieren kann und es nicht nach "zu laissez-faire" aussiegt. Auch hat H&M zum Beispiel im Moment einen supertollen schwarzen Rock mit einer riesigen Schleife vorn. Den kombiniert mit schicken Ballerinas und einem Shirt oder Bluse wirkt super ladylike. Auch sind ja Blusen nicht gleich Blusen. Ich würde da auf alle Fälle immer ein bisschen mehr Geld ausgeben. An sich liebe ich ja gestreifte Blusen und Blusen mit Punkten oder anderen verspielten Details. Und es ist einfach so ... man wird viel ernster genommen, wenn man das richtige Outfit trägt. Gerade, wenn man viel jünger aussieht wie ich ;-).
    Zu Hause angekommen, schlüpfe ich dann natürlich ganz schnell wieder in meine lässigen Klamotten ;-).
    Viele Grüße
    Tina
    P.S.: Ich finde deinen Blog echt toll und hole mir ab und an Ideen auch für mich, wenn ich selbst mal nicht so kreativ bin ;-).

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  17. Hallo liebe Katrin,

    ich bin auch eine der stillen Leserinnen und muss nun auch meinen Senf dazu abgeben, da mir dieses Thema immer und immer wieder über den Weg läuft. Ich bin auch eher eine Bürostuhlakrobatin und war einige Jahre bei einer Internetfirma beschäftigt, in der es sehr lange sehr leger zuging was die Klamottenfrage anging (viele Programmierer ;-))

    Die Firma wuchs, die Geschäftsführung wechselte und irgendwann kam das Thema mit den Plünnen (wie wir in Norddeutschland sagen) auf. Ich hatte eine ewig lange Diskussion mit einer der Sekretärinnen des Chefs darüber. Sie wollte es durchsetzen, dass die Männer nur noch "zumindest mit Hemd" erscheinen und die Mädels wie sie sich ausdrückte "bürotauglich". Aha! Keine Ahnung was das ist, aber ok. Nach der Frage nach dem Sinn, sagte sie mir, dass würde die Seriösität des Unternehmens ja erheblich steigern. 2tes Aha!
    Es wurde dann getestet wie das so funktioniert mit der neuen Regelung und das Ergebnis war, das alle total unzufrieden waren mit der neuen Situation und letztendlich die Firma in die Insolvenz ging wegen diverser Steuerschulden ;-) soviel nur zum Thema Seriösität!

    Naja, auf jeden Fall würde ich mir wünschen, dass mein Banksachbearbeiter mir auch mal mit Jeans und Lederjacke oder was er sonst so schick findet gegenüber stehen würde. Wie nett und charmant das doch wär. Ein konservatives Outfit bedeutet nicht gleich Kompetenz. Ich hoffe das werden auch bald mehr Menschen verstehen.

    Ich werde nun weiter mit Begeisterung deinen Blog verfolgen und bitte dich, bleib wie du bist!!!

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  18. ich kann gott sei dank gepierced und tattoowiert sein wie ich will, zumindest da wo ich momentan arbeite...

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  19. super Text und tolle Fotos! Ich arbeite im Büro und habe eigentlich keinen Kundenkontakt, aber bei uns werden "wilde" Sachen nicht gerne gesehen, sei es viele Piercings oder bunte Haare. Ich finds verdammt schade und scheiße :D ich meine entscheidend ist doch wie man arbeitet und nicht wie man aussieht..

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  20. Also erstmal: tolle Kleider, wirklich schön :-)
    Zu Tattos und Piercings: Ich bin auch gepierct und hatte bisher noch nie ein Problem einen Job zu bekommen, allerdings auch ohne Kundenverkehr. Und ob ich vielleicht den ein oder anderen Job bekommen hätte, den ich nun nicht habe, aus optischen Gründen, ich weiss es nicht. Ich denke, dass auch die Figut sicher oftmals eine Rolle spielt. Sehe es aber wie du, solange man gepflegt rumläuft, ist das meiner Ansicht nach kein Problem. Kann aber auch verstehen, dass ältere Leute eben abgeschreckt sind, wenn ein gepiercter, tätowierter Bankberater ihnen was verkaufen will :-)

    P.S: Blogge nun auch Outfits :-) www.ellismonsterwelt.blogspot.de

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  21. Hallo
    Ich sehe es eigentlich wie du. Verstehe auch nicht, wieso man in manchen berufen noch solch eine "arbeitskleidungsvorschrift" gibt. Es sind halt leider nicht alle menschen so "tolerant" und würden es akzeptieren von einem gepiercten Mann ein Bankkonto verkauft zu bekommen.

    Ich werde wohl keine Probleme haben einen Job mit Tattoos und Piercings zu finden, so lange ich es nicht übertreibe.

    Einen schönen Blog ahst du im Übrigen.

    LG

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  22. Liebe Katrin,

    ich weiß, dass du das anders siehst, und obwohl ich sonst fast immer mit deiner Meinung d'accord gehe, muss ich dir hier widersprechen ;)

    "Privat" ist eine Sache, Beruf eine andere.
    Ich leite selbst ein Geschäft und obwohl es privat bei mir auch anders ausschaut, achte ich penibelst darauf, dass bei uns nur Business-Chic getragen wird, sichtbarer Körperschmuck ist ebenfalls tabu.
    Und in einigen Branchen wird sich das auch nie ändern! Da muss man sich anpassen, oder man bekommt manch gute Stelle halt nicht.
    In bestimmte Ebenen kommt man so nicht rein. Es ist dann natürlich auch immer die Frage, ob man das möchte!

    Man kann seinen Stil auch bei Business-Kleidung beibehalten (z.B. mit dezenten Accessoires etc.), ich persönlich finde es sogar ganz angenehm, bestimmte "Arbeitskleidung" (Kostüm etc.) zu haben, weil man die Bereiche so gut trennen kann.
    Wir arbeiten auch mit einer großen Werbeagentur zusammen, die auch sehr flippige Kampagnen und Kunden betreut, aber jeder Bewerber, der so "lässige" Bilder einreicht, fliegt sofort aus der Bewerberrunde raus.

    Ich wünsche dir, dass du mal einen sehr toleranten AG findest, wo du dich ausleben kannst - ich kann deinen Standpunkt schon gut verstehen, aber ich wollte auch mal die andere Seite darstellen.
    Ansonsten kann man sich ja auch selbstständig machen - da bewerten einen die Kunden eh mehr nach persönlicher Sympathie und nach dem Können - zumindest im kreativen Berufsfeld :)

    Vom persönlichen Standpunkt aus gefallen mir deine Fotos sehr sehr gut, gerade das im schwarzen Kleid - aber Bewerbungsbilder sind das für mich nicht.

    Liebe Grüße,

    L.

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    1. Was mich an deinem Standpunkt wirklich mal interessieren würde ist: Wieso?
      Ich meine wie du schon ganz klar gesagt hast, es ist so und wird sich nie ändern? Aber gibt es außer, das man es persönlich vielleicht mag, wenn man privates und Beruf trennt, wirklich einen guten Grund dafür?

      Weder die Arbeitsmoral, noch der Respekt noch das Können werden dadurch eingeschränkt, und wenn ich jemanden nicht als meinen Chef respektieren kann, nur weil er eine Jeans trägt, dann habe ich wohl eher ein persönliches als ein berufliches Problem.

      Ich will diese Meinung nicht als falsch darstellen, denn mit Sicherheit hat sie Vorteile, und letzendlich sollte jeder das so Handhaben, wenn es für ihn persönlich am besten ist. Ich denke aber das viele daran klammern, weil es eben immer so war und weil man meint, Kunden könnten mit etwas anderem nicht umgehen. Allerdings glaube ich, dass sie die Gesellschaft sehr verändert hat und immer nur zu sagen, das ist so und deswegen bleibt es so, ist für mich Grund genug Regeln zu brechen.

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  23. ich unterschreibe deine Worte ausm Post im Großen und Ganzen so und ich mag deine Bewerbungsbilder


    ich glaube es hängt wirklich von der Branche ab in der man arbeitet und auch von dem wie man selber ist.
    Wenn du dich im Kostüm verkleidet fühlst dann wird das jeder auf den Fotos wie auch beim Bewerbungsgespräch bemerken.
    ich finde du wirkst auf deinen Fotos natürlich und bekommt ein Bild von dir und du wirkst sehr sympathisch, vor allem in dem schwatten Outfit...

    ich arbeite in einer Branche in der das mit dem Anzug tragen wahrscheinlich eher unangebracht ist, hier kommts eher auf deine Fähigkeiten an aber ein gepflegtes Äußeres ist trotzdem wichtig. Trotzdem glaube ich das ein extremes Äußeres auch nicht so gut ist, das hängt aber damit zusammen das man in meinem Feld eben oft eine Vorbildfunktion hat und ich persönlich glaube das da einfache Basic Outfits einfach besser sind (mit Bandshirts (zB) arbeiten finde ich nicht gut, aber das hängt eben mit der Vorbildfunktion zusammen, man kann sich trotzdem auch mit schlichter Kleidung ausdrücken ^^)

    ich kann mit Piercings etc arbeiten aber einfach weil die zu mir gehören und sie dadurch nicht weiter auffallen, ähnlcih wie bei dir. Wenn aber jmd. das Piercing nur als Fashion trägt fällt es halt auf. Dennoch bin ich wenn ich eine neue Stelle anfange immer Vorsichtig trage sehr unauffällige Stecker auf Fotos, beim Bewerbungsgespräch und in der Anfangszeit....

    aber mal ne andere Frage, ist es nicht vllt. auch so das dieses tragen von "hippen" Klamotten und möglichst individuell aussehen müssen der Dresscode der "kreativen Branche" ist so wie immer Anzug und Kostüm in die Bank oder ins gehobene Management gehören?

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  24. Der Schal ist mehr als unschön,
    in diesem Farbton sieht es aus als hättest du dir noch ein paar zusätzliche Doppelkinne zugelegt und willst auch noch das letzte bisschen Hals verstecken damit dein Oberkörper eine einheitliche Linie bildet wie bei Jabba the Hutt. Generell solltest du deinen Schaleinsatz, wie öfters hier zu sehen, sehr kritisch reflektieren.
    Deine Piercing-Einstellung wirkt spätpubertär.
    Dein Aussehen auf der Arbeit ist sekundär, aber wenn gesetzte Standards wegen n paar Splittern Metall in der Visage nicht eingehalten werden wollen, ist dies vor allem ein Indikator für mangelndes Interesse am Job, was einem Ausschlusskriterium gleichkommt.

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