Montag, 26. November 2012

Diskussionsrunde (Gastbeitrag)

Ein paar Worte von mir vorweg, zwei Studentinnen haben mich gefragt, ob sie meinen Blog und quasi euch als Diskussionsrunde für ein Forschungsprojekt benutzen dürften. Da ich das Projekt sehr interessant finde, habe ich zugestimmt, worum es genau geht, könnt ihr gleich von den beiden geschrieben lesen. Ich würde mich freuen, wenn ihr alle ganz aktiv auf die Fragen der beiden antwortet und eure Meinung zu dem Thema preisgebt, auch wenn das vielleicht ein etwas längerer Kommentar wird als sonst. Am Ende kommen die Ergebnisse uns irgendwie auch wieder zu gute, also haltet euch nicht zurück. Die beiden bräuchten eure Antwort bis zum 15.Dezember, also lasst euch nicht zu lange Zeit. Vielen Dank im Voraus :)


Im Rahmen des EU-Forschungsprojekts CORENET - Customer-ORiented and Eco-friendly NETworks for healthy fashionable goods (http://www.corenet-project.eu/) initiiert vom Deutschen Institut für Textil-und Faserforschung Denkendorf (DITF), untersuchen wir die Möglichkeiten der Kundenindividualisierung von Bekleidung für Menschen mit besonderen Anforderungen wie etwa Übergewichtige und Adipöse.
Diese Zielgruppe, die heute wenige oder keine Möglichkeit der Auswahl Ihrer Bekleidung haben, sollen in Zukunft die Möglichkeit erhalten, spezifisch nach Kundenwunsch angefertigte Produkte zu moderaten Preisen zu bekommen- Kleidung, die nicht ausschließlich funktionalen Anforderungen, sondern auch modischen und passformgerechten Wünschen entspricht. Da es sich hier um ein Forschungsprojekt handelt, würden wir gerne diese neuen Möglichkeiten der Konfigurierung in Katrins Blog zur Diskussion stellen und die Meinungen von Euch dazu erfragen.

Wir sind 2 Textilmanagement-Studentinnen, die zur Zeit für das Institut für Textil-und Faserforschung arbeiten – unser Ziel ist es, zu prüfen, ob wir mit unseren Forschungen auf dem richtigen Weg sind. Dazu freuen wir uns über ein rege und lebendige Beteiligung zu unseren Fragen, die wir ab dem 15.Dezember dann auswerten.
Konkret interessieren uns eure Meinungen zu den folgenden Themen:

Thema 1: Online – Mass Customization
1. Zunächst wollen wir gerne wissen, ob es generell in Eurem Interesse liegt, sich Oberteile mit Vorgabe bestimmter Schnitte, Stoffe etc. maßanfertigen zu lassen. Dabei interessiert uns auch, ob und welche Erfahrungen ihr bisher mit Maßanfertigungen gemacht haben.

2. In diesem Zusammenhang würden wir zudem gerne erfahren, ob euch Auswahlmöglichkeiten reizen würden, die für eure Zielgruppe optimiert wurden – ein Beispiel: Im Onlineshop gibt es eine spezifische Vorauswahl für figurschmeichelnde Muster, Stoffe mit besonderen Funktionen....

Thema 2: Online – mass configuration
Es existieren bereits Online-Shops wie zum Beispiel www.bivolino.de, die die Maßanfertigung von Hemden und Blusen anbieten. Uns interessiert in diesem Zusammenhang die Frage, ob ihr euch vorstellen könntet, mit den Maßsystem unseres Projektpartners Bivolino online Oberteile anfertigen zu lassen. Folgende Angaben müssen bei dem Bestellvorgang gemacht werden:

1. Auswahl des Modells. Es stehen drei Optionen zur Auswahl: Gerader Schnitt, taillierter Schnitt, figurbetonter Schnitt.

2. Eingabe der persönlichen Maße: Angabe der Körpergröße, des Gewichts, des Alters sowie der Dessous-Größe, des Brustumfangs und des Unterbrustumfangs. Zudem muss eine persönliche Einschätzung der Armlänge (kurz, normal oder lang), der Taille (sehr schmal, schmal, normal, fraulich, sehr fraulich) und der Hüften (sehr schmal, schmal, normal, fraulich, sehr fraulich) angegeben werden.
Denkt ihr, dass diese Angaben ausreichen, um für euch individuell passende Oberbekleidung anzufertigen? Seid ihr bereit, Maßangaben wie Körpergröße, das Gewicht und Alter online anzugeben ?

Hier seht Ihr ein Beispiel für die Maßangaben-Seite:




Thema 3: Offline – Individualisierbarer Bekleidungskauf im Geschäft
Im Rahmen des Forschungsprojektes geht es auch um die Entwicklung von Möglichkeiten der passformgerechten Herstellung von Bekleidung in Geschäften. In diesem Zusammenhang interessieren uns folgende Fragen:

1. Würdet ihr euch in einem Bekleidungsgeschäft von einem Verkäufer vermessen lassen, um passformgerechte Oberteile zu kaufen?

2. Würdet ihr der vom Verkäufer vorgenommenen Zuordnung zu bestimmten Figurtypen/ Morphotypen innerhalb einer Konfektionsgröße vertrauen?

3. Könntet ihr euch vorstellen, zukünftig Bekleidung in Geschäften anhand von Stoffproben, Simulationen und einer Auswahl von Musterteilen passformgerecht herstellen zu lassen?

Hier seht Ihr eine 3D-Simulation, wie ein Kleidungsstück virtuell am Bildschirm ausgewählt und vorab im Virtual Mirror an der eigenen Figur betrachtet werden kann.:
















Kommentare:

  1. superidee!!!!!
    ich habe mir sowas ähnliches schon oft vorgestellt aber nie an ein umsetzten gedacht!!! gut das dass nun jemand macht und ich werde sicher euer kunde wenn das klappt!!!

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    1. Es wäre toll, wenn du die verschiedenen Fragen beantworten würdest, das ganze ist ja erstmal nur eine Forschung und damit es da weiter gehen kann, sind die Antworten wichtig.

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  2. Hi,
    also zuerst habe ich gedacht: Jaa, maßangefertigte Kleidung wäre wirklich toll! Dann bekam ich aber einen immer größeren Klumpen in der Magengegend.
    Das versuche ich am besten anhand der Fragen zu verdeutlichen:

    Thema1
    1. Ich habe noch keine Erfahrung mit Maßanfertigung im Geschäft oder per Internet. Aber, als ich zum Abiball kein schönes Kleid (Gr.46)finden konnte, ließ ich mir von meiner Mutter, die Schneiderin ist, ein von mir entworfenes Kleid nähen.
    Das war eine tolle Erfahrung, aber auch sehr aufwendig und wenn es nicht von meiner Mutter genäht worden wäre, dann wäre es auch nicht bezahlbar gewesen.
    Grundsätzlich würde ich sagen, dass ich kein großes Interesse daran habe mir Oberteile maßanfertigen zu lassen.
    Bei maßangefertigten Oberteilen denke ich immer eher an Blusen. Und da ich nie oder sehr selten Blusen trage, wird mein Interesse für dieses Thema nicht geweckt.
    2. Eine vorgegebene Auswahl von Stoffen und Mustern, von denen irgendwelche Leute überzeugt sind, sie würden kaschieren, haben mir noch nie nie nie nie niemals gefallen. Ich wünsche mir Stoffe, Muster und Schnitte, die der aktuellen Mode entsprechen. Nicht die für die Gruppe der "Aussätzigen" nämlich der Dicken ausgesucht sind, die alles kaschieren und verstecken müssen.

    Thema2:
    Ich hätte kein Problem damit meine Maße online anzugeben. Ich denke auch, dass diese Angaben dazu ausreichen ein gut sitzendes Kleidungsstück zu nähen.
    Ich halte aber Angaben, die meine eigene Beurteilung betreffen (z.B. frauliche, sehr fraulich, etc.) als Problematisch. Ich hätte da ehrlich Probleme mich einer Kategorie zuzuordnen.

    Thema 3:
    1. Horrorvorstellung!
    2. Horrorvorstellung!
    3. Niemals!
    Es ist mir persönlich schon peinlich genug, dass ich Kleidergröße 46 trage. Das ist auch ein Grund dafür, dass ich mir beim shoppen niemals von einer Verkäuferin helfen lasse. Mich von einer Verkäuferin vermessen zu lassen, wäre ja das allerschlimmste!
    Ich würde mich auch nicht gerne einem Figurtyp zuordnen lassen und dann von der Verkäuferin womöglich noch vorgegeben bekommen was ich tragen sollte, oder besser nicht tragen sollte. Nein danke!

    Wenn so eine 3D Simulation in einer abgeschirmten Kabine, in der ich alleine bin und in die kein Verkäufer Zutritt hat möglich wäre, dann könnte ich mir das gut vorstellen. Dann könnte ich ja vielleicht schon vorher sehen, wie das von mir ausgewählte Kleidungsstück an mir aussehen wird.

    Bei der ganzen Maßanfertigungssache habe ich solche starken Bedenken, weil das so "aufwendig" ist.
    Ich wünsche mir eigentlich am meisten, dass ich einfach in fast jedes Geschäft gehen kann und zwischen der modischen Kleidung aussuchen und anprobieren kann, so wie jede andere Frau auch.
    Dabei möchte ich nicht mehr oder weniger auffallen und vor allem keine Vermessungen vornehmen lassen.
    Ich hasse diese Übergrößengeschäfte wie z.B. Ulla Poppken. Da gehe ich nie rein. Erstens finde ich die meisten Schnitte und Muster furchtbar und zweitens komme ich mir vor wie ein Alien, wenn ich mich in diese Läden begebe. Abseits der "normalen" Durchschnittsfrau, in Spezialabteilungen und Spezialgeschäften untergebracht, wo ich auch noch doppelt so viel Geld bezahlen soll wie alle anderen. Nein danke!
    Es ist doch ganz einfach: Die Kleidung, die es in den Geschäften gibt, auch für größere Konfektionen anbieten. Nicht neu erfinden! Nur größer machen!!!
    Viele Grüße Bea

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  3. Also prinzipiell eine gute Idee, allerdings mit einigen Schwachstellen. Ich beantworte dann auch mal die Fragen:

    Thema1:
    1) Ich hätte schon Interesse, darf allerdings nicht zu teuer werden. Bisher habe ich noch nie irgendwie etwas anfertigen lassen, da es meist sehr teuer ist. Ausnahme ist hier mein Abiballkleid, dass hat die Mutter meines Freundes genäht, was ich allerdings nie hätte bezahlen können, wenn sie das nicht so aus Nettigkeit gemacht hätte, denn das hat wirklich sehr lange gedauert.

    2)Auswahlmöglichkeiten, die auf meine Zielgruppe optimiert sind? WTF?? Sorry, aber das geht mal gar nicht. Da wird man ja wieder als die anderen abgestempelt. Auch Menschen, die etwas mehr Gewicht haben haben völlig unterschiedliche Geschmäcker, manche mögen vielleicht gerne kaschieren, aber viele die Ich kenne, möchten lieber schöne Muster und aktuelle Trends! Ich auch, nix da kaschieren - ich seh viel zu toll aus, als dass ich das verstecken will :D

    Thema2:
    Die Angaben reichen auf keinen Fall aus. Ich hätte jetzt keine Probleme damit, irgendwelche Maße anzugeben, wenn es um gute Kleidung geht. Aber "schmal", "normal", "fraulich" und "sehr fraulich" ? Abgesehen davon, dass schon das Wort "fraulich" total bescheuert ist, definiert das doch jeder für sich anders. Manche würden sich mit Größe 46/48 vielleicht schon als sehr fraulich sehen andere mit Größe 50 vielleicht nur als fraulich. Sowas ist absolut ungeeignet, um damit gut passende Kleidung zu produzieren! Keine Worte, die von jedem individuell anders ausgelegt werden können.

    Thema3:
    1)Solange es dafür eine Art abgeschirmte Ecke gibt, in die nicht jeder Kunde sehen kann, ist das für mich kein Problem

    2)Hängt vom Verkäufer ab. Ich vermute, dafür benötigt man sehr gut geschulte Verkäufer und die sind in unserer Zeit wirklich sehr selten. Und meist merke ich, wenn mein Gegenüber keine oder nur wenig Ahnung hat und dann würde ich da nicht vertrauen.

    3)Könnte ich mir schon vorstellen, allerdings habe ich ein Problem damit, dass es dann nicht mehr möglich sein wird, dass Kleidungsstück doch abzubestellen, falls es irgendwie ganz anders aussieht, als man sich vorgestellt hat.

    Insgesamt stelle ich mir das sehr schwer vor, wie das kostengünstig gehen soll.
    Schon die Frage 3.2 suggeriert, dass man wieder in irgendwelche Kategorien und Schubladen gesteckt wird. Und das könnte man ja auch einfacher haben, die Größen von normalen Kollektionen einfach nicht bei 42 enden lassen!

    Liebe Grüße,
    Miria

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  4. Thema 1: Nein! Maßanfertigungen sind mir schlichtweg zu teuer. Vor allem sollen die Sachen modisch sein - das heißt, dass diese in ein, zwei Jahren wahrscheinlich eh wieder aussortiert werden weil sich die Mode wieder geändert hat. Wenn ich mir etwas maßanfertigen lassen würde, dann wohl eher zeitlose Sachen wie ein Hosenanzug oder ein schlichter Blazer.

    Thema 2: "Figurschmeichelnde Muster" - davon gibt's bei Ulla Popken schon mehr als genug ^^ Dazu dann noch "vorteilhafte Schnitte" (also Zweimannzelt ohne Form). Nein! Wenn selber zusammenstellen, dann modisch topaktuelle Schnitte in selbst zusammengestellten Stoffen (z.B. Stretchsatin und Spitze). Dann müsste aber die Auswahl groß sein und die Stoffe zum Schnitt passen. Wäre sicher enormer Aufwand.
    Maße bei Onlinebestellung würde ich sofort eingeben, solche Sachen wie "fraulich" und "sehr fraulich" sind meiner Meinung nach aber größter Schmarrn.

    Thema 3:
    Zu 1.) Nein. Wahrscheinlich wären das dann dünne Heringe, die meine Hüftweite mit 'nem 120cm langen Maßband messen wollen und dann feststellen, dass das nicht ausreicht ^^

    Zu 2.) Manche haben Ahnung, manche nicht. Aber bei solchen Sachen vertraue ich eher wenig. Ich hatte auch schon Verkäuferinnen, bei denen ein Shirt erst dann passt, wenn ich noch eine ganze Grundschulklasse mit darunter verstecken kann.

    Zu 3.) Eher nicht. Was soll das dann kosten? Und was, wenn das Kleidungsstück dann im Original so ganz anders wirkt als man sich vorher vorgestellt hat?

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  5. Einfach größer machen, das geht leider nicht. In den Standardgrößen sitzt oft vieles nicht so, wie es sitzen soll, Abnäher hängen zu weit oben, die Taille zu weit unten, an der Hüfte ist das Teil zu eng, an der Brust zu weit usw. .
    In Plusgrößen wird es dann mit der Passform noch erheblich schwieriger, die eine hat einen runden, vorgewölbten Bauch mit relativ schmalen Hüften, die andere ausladende Hüften, aber einen flachen Bauch - beide tragen aber Größe 46. Bei der Einen sitzt das Kleidungsstück gut, bei der anderen sieht es unmöglich aus. Das gleiche Problem mit der Oberweite, Rückenbreite, Oberarmumfang usw. - bei Jeder sitzt es anders und Passformprobleme sind vorprogrammiert, wenn für die Masse der üppigen Frauen hergestellt wird. keine Figur ist wie die andere.
    Von daher finde ich den Forschungsansatz gut - Maßanfertigung hilft Passformprobleme zu vermeiden.
    Man könnte aber auch Mode für große Obewrweiten, also speziell für Cup D und größer herstellen, ohne jetzt allzu genaue Maße an der Kundin abnehmen zu müssen. Das gleiche gilt für Bauchformen und Hüftweiten. Dabei könnte man auch die Taille-Hüfte-Ratio berücksichtigen.
    Von einem Verkäufer würde ich mich nie vermessen lassen, von einer Verkäuferin schon, vor allen Dingen, wenn sie selbst Kundin der größeren Mode ist. Einordnung in Figurtypen wäre dann okay, so à la A, X, O und H - die kennt sowieso fast Jede.
    Punkt 3.3 wäre eine gute Möglichkeit bei individuelleren Kleidungsstücken wie Kleidern und Blusen.
    Allerdings gebe ich den Vorrednerinnen recht - spezielle Geschäfte nur für Plusgrößen sind doof, auch spezielle Abteilungen, weil sie einfach stigmatisieren.
    Da käme dann doch eher die Online-Shop-Möglichkeit in Betracht. Mein Gewicht geht aber niemanden etwas an, da verweise ich wieder auf die Figurtypen, Körbchengröße und Bauchform, die sollten reichen. Ein paar Maße mehr wie Brustansatz (es gibt ja auch das Altersproblem neben dem Dicksein bei einigen Frauen) und Abstand Bauchnabel und Sch..bein u.ä. wären zusätzlich hifreich.
    Fraulich und andere Bezeichnungen sind aber unpassend, Abbildungen von Figurtypen, die man ankreuzen kann, wären hilfreicher.

    Zu Punkt 1.2 noch etwas: Den meisten Plusfrauen gefällt das, was die dünnere Freundin bzw. die breite Masse auch mag, es darf auch gern mal einen Tick mehr hip sein - Blick nach London oder Paris, Tokyo oder New York - was keineswegs bedeutet: extrem "peppig".
    Bei der Mamamode kann man sich da gut was abgucken, da sieht man auch, dass es auch ohne Maßanfertigung gehen kann, wenn man den Figurtyp beachtet. Hauptsache es sind keine Aussätzigenmuster für Dicke. Man könnte ja auch Modelle entwerfen und die potenziellen Kundinnen vorab abstimmen lassen, welche Farbe sie bestellen würden.

    sou e.

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  6. Ich finde die Idee wirklich toll und ich wäre daran interessiert, zu erfahren, wie es mit dem Projekt dann schlussendlich weitergehen wird.

    1) Ich habe bisher keine Erfahrungen mit Maßanfertigungen gemacht, da es mir auch noch nirgends angeboten würde. Ein ganz großes JA also dafür! Sehr gerne würde ich das mal ausprobieren und ich finde die Idee sehr gut!

    2)Die Angabe von Gewicht und Alter finde ich ziemlich überflüssig. Auch sollte bei der Armlänge die Möglichkeit bestehen, dass man dieses auch in cm angeben kann. Ansonsten hätte es für mich wenig Sinn. Ich denke aber schon, dass diese Angaben dann ausreichen würden für eine Maßanfertigung.

    3)
    1. Ja, würde ich!

    2. Nachdem ich vermessen wurde, würde ich dem Verkäufer schon trauen.

    3. Ja, das kann ich mir sehr gut vorstellen. Allerdings habe ich die Befürchtung, dass es den preislichen Rahmen sprengen würde.

    Haltet uns auf dem Laufenden :)

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  7. Zu Thema 1: Maßanfertigung würde ich in Betracht ziehen, da ich Kleidungsstücke, die mir gefallen, gerne auch mehrere Jahre trage. Die höheren Kosten gegenüber Konfektionsware, die dann evtl. doch nicht so ideal ist und deswegen schneller wieder entsorgt wird, könnte ich in Kauf nehmen. Was spezielle "figurschmeichelnde" Schnitte angeht - damit sind hoffentlich nicht die üblichen formlosen Kutten gemeint, die bloß mehr schlecht als recht kaschieren sollen, was nun mal da ist. Dann bitte nicht! Und was spezielle Stoffe angeht, da würde ich sagen, bitte alle Stoffe zur Auswahl, alle!, wenn es bloß nicht diese elenden schwitzigen Polyesterlappen sind, in die Übergrößenhersteller uns so gerne hüllen wollen. Zu Thema 2: Mit dem Angeben von Maßen hätte ich keinerlei Probleme, das sind nur Realitäten, aber das ALTER hat da überhaupt nichts zu suchen. Ich wähle den Stoff, ich wähle den Schnitt, ich wähle das Kleidungsstück, was geht den Verkäufer mein Alter an? Will er mir zurückschreiben: "Sie sind aber zu alt für dieses Teil", oder was? Mit so ungenauen Angaben wie fraulich und sehr fraulich muß man doch garnicht erst anfangen. Wenn alle nötigen Maße vorliegen, weiß der Verkäufer alles über meine Figur, was er für seinen Job braucht. Thema 3: Anfassen geht gar nicht, das ist mir zu intim. Computermodell zur Entscheidung? Vielleicht, aber ich habe noch keinerlei Erfahrung mit so etwas und bin etwas mißtrauisch, ob ich da auch wirklich 1 zu 1 sehe, wie die Kleidung tatsächlich an mir wirken würde. Die korrekte Umsetzung meiner Maßangeben, korrekte Infos zu den tatsächlichen (!) Maßen der angebotenen Kleidung, da muß vile zusammenkommen, bis so eine Simulation ein "Spiegelbild" darstellt und nicht noch eine grobe Approximation, die dann hart von der Wirklichkeit eingeholt wird, wenn man das Versandpäckchen auspackt.

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  8. 1.1 Ich schliesse mich den anderen an: Vorschläge für passende Stoffe sind ok, aber keine strikten Vorgaben.

    1.2 Da bin ich skeptisch, figurschmeichlend heisst bis jetzt meist flatterig und sackig. Wenn schon: figurangepasst. Gerne auch mit den 4 Figurtypen, wobei diese kombinierbar sein müssten: Manche sind einfach zwischendrin und das muss berücksichtigt werden.

    2.1 Eingabe der persönlichen Maße:
    Angabe der Körpergröße JA
    des Gewichts NEIN (tut wenig zur Sache)
    des Alters (warum nicht) sowie
    der Dessous-Größe (erübrigt sich mit den folgenden Massen und wird bisher zu oft falsch gehandhabt), des
    Brustumfangs und des Unterbrustumfangs JA
    Zudem muss eine persönliche Einschätzung der Armlänge (kurz, normal oder lang) (evt. doch lieber messen),
    der Taille (lieber messen) und
    der Hüften (lieber messen) angegeben werden.

    2.2. Ja, das reicht. Wenn ich noch sparsam (höchstens alle 2 Wochen) einen Newsletter bekomme, melde ich mich gerne an.


    3.1. ja, wenn diese Person wirklich professionell ist. Mann oder Frau spielt für mich weniger eine Rolle.

    3.2. ja, so lange die Fachperson flexibel ist und auf Wünsche eingeht.

    3.3. Grundsätzlich ja. Aber da gibt es viele Hürden: Es braucht einiges, um sich wohlzufühlen, was vermutlich wiederum den Preis hochtreibt. Ein Spezialladen verhindert andererseits auch wieder das gemeinsame Shoppen mit Freundinnen. Wenn die beste Freundin S trägt, findet sie nichts im Spezialladen.




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  9. Liebe Katrin,
    ich versuches nun auch nochmal :).

    Na klar würde ich mich vermessen lassen. Zuordnung zu Figurtypen find ich Quatsch. Das kennen wir doch nun alle und ich finde niemand ist eine H-,X-, oder sonstwas Form. Das ist wahrscheinlich auch das "Problem". Der eine trägt 50 weil der Bauch so riesig ist, die andere hat einen größeren Busen etc..
    Ich weiß auch gar nicht so genau was ich dazu noch sagen soll, denn mich stört dieser Gedanken von "Maßkleidung" so enorm. Ich will nicht immer als "Sonderfall" behandelt werden. Ich will einfach in einen Laden gehen und was mitnehmen. Ich will keine Blüschen bestellen und in 4 Wochen abholen müssen. Bei besonderen Anlässen, z.B. das Hochzeitskleid oder so, da sind Maßanfertigungen ja vielleicht total toll, aber für eine normale Bluse, ach ne.
    Ich glaube das Grundproblem was mich so extrem stört ist einfach wieder diese Sonderbehandlung, die ich nicht möchte.
    Im Prinzip ist es ja nett, sich vermessen zu lassen, Stoffe auszuwählen usw., aber irgendwas stört mich dran.

    Verstehst du meinen verwirrten Kommentar :)?

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  10. Also an sich ist die Idee toll, aber...die Umsetzung gefällt mir nicht wirklich:

    1.1: Ich habe definitiv Interesse an Maßanfertigungen und habe mir vor Jaaahren mal einen Gothic-Rock anfertigen lassen. Ich habe das Teil geliebt, aber rückblickend war die Beratung nicht das, was ich mir wünsche. Maßanfertigung heißt ja auch, gewisse Tipps zu geben, wie das gute Stück besser sitzen könnte. Aber feste Vorgaben möchte ich nicht haben, da kann ich dann auch gleich im Katalog bestellen. Dennoch wird das nicht die Regel sein, dazu ist es dann doch zu teuer. Wenn Maßanfertigung, dann nur besondere Stücke.

    1.2: ZIELGRUPPE? Ähm...die dicke Muddi meiner Freundin trägt andere Klamotten als ich. Meine dicke Freundin trägt andere Klamotten als ich. Also wie ist das nochmal mit Zielgruppe? Ich will keine figurschmeichelnden Muster oder kaschierende Schnitte. Ich will schicke Klamotten, die nicht ausgelegt sind, um zu kaschieren, sondern um Highlights zu setzen. Ich will Klamotten wie dünne sie auch haben. Scheiß auf kaschierende Muster. Ich weiß schon, wie ich mich anziehen muss, damit ich das, was ich habe betone. Da brauch ich keinen Katalog mit kaschierenden Schnitten aka sackartige Zelte. Materialkunde ist an sich interessant. Es ist schön, wenn man vorab weiß, wie ein Stoff fallen wird. Aber mehr sehe ich hier nicht.

    2.: Mich stört es nicht, derartige Angaben zu machen. ABER Armlänge, Taille etc eher gemessen werden sollte, Figurtypeneinschätzungen sind auch total subjektiv. So kann ich mir nicht vorstellen, dass mit diesen Angaben eine wirklich perfekte Maßanfertigung zu standen kommen kann. Dann messe ich mich lieber 100 Mal, als dass ich vage Angaben mache, die jeder anders auslegt. Sicher würde es dann immer noch passen. Aber ob es auch sitzt zweifel ich stark mal an. Gerade dann, wenn man keinen Normkörper hat.


    3.1: Ja. Ich hab damit keine Probleme.

    3.2: Das kommt auf den Verkäufer an. Wenn er mich mit seiner Kompetenz überzeugt, ja.

    3.3: Ja, das finde ich an sich spannend. So hat man noch einmal von außen eine Sicht auf sich in der entsprechenden Klamotte. Aber ich denke nicht, dass es finanziell zu realisieren ist.

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  11. 1.1. Für mich persönlich wäre das interessant! Ich bin aber auch ein Mensch der sich gerne mit Schnitten, und Anpassungen auseinandersetzt. Ich stelle mir das für viele Menschen recht schwierig vor, kreativ darauf einzugehen, um das bestmögliche für sihch da raus zu holen. Ich habe nur persönliche Erfahrungen mit Maßanfertigungen beim selber anfertigen.

    1.2 Figurschmeicheldne Stoffe etc. das interessiert uns MODISCH BEWUSSTEN DICKEN überhaupt nicht. Wir wollen modische Stoffe, modische Schnitte und es sollte uns selbst überlassen werden, ob wir und in welcher Form uns verhüllen wollen oder nicht! Also NEIN für die modische Vorauswahl, wenn die sich nur auf das verhüllen, oder schmeicheln bezieht.

    2.1 Bei Standartmodellen, an denen ich persönlich kein interesse hege würde ich mich auch nicht so lange aufhalten wollen, um meine Maße einzugeben.

    2.2 Natürlich würden die Angaben reichen, dennoch versteh ich nicht was das Alter in so einer Maßtabelle zu suchen hat. Das Alter sagt nichts über den Kleidungsstil und der Körperform aus. Das Gewicht sagt ebenso wenig aus. Selbsteinschätzungen sind sehr schwirieg und sollten durch cm-Angaben ersetzt werden.

    3.1 Auf gar keinen Fall! Ich kann selber einschätzen was mir passt und was nicht. Beratungen im Einzelhandel sind selten Professionell, und haben bei mir immer das gegenteil von dem gewünschten gebracht.

    3.2 Nein! Figurtypen können eine bestimmten Teil beschreiben, es gibt aber doch zu individuelle Körperformen, als das diese stigmatisiert werden können. Das ist das allgemeine Problem des Gradieren im textilen berreich. Es geht nur um bestimmte Körperformen , die bei dicken Menschen nicht alle gleich gelten. Person A ist 165 cm und wiegt 100kg, hat sehr dicke Oberschenkel und trotzdem einen schmalen Bauch, bei Person B 165 cm und wiegt 100kg hat einen sehr dicken Bauch und dafür sehr schmale Schenkel. Diese Figurtypen werden viel zu oft ausgelassen...

    3. Nein! Diese Idee ist nichts neues, und hat sich einfach nicht durchgesetzt. Deswegen wird es einem adipösen das Einkaufen nicht leichter machen, wenn man sich nicht Kleidungsstücke kaufen kann die dem eines schlanken Menschen eben ist.

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  12. Thema 1: Online – Mass Customization
    1. Ja generell liegt es in meinem Interesse. Ich habe mir mein Abi Ball Kleid maßschneidern lassen und war zufrieden. Allerdings war die Corsage nicht ganz so wie ich sie wollte, die Miederstäbe drückten genau in die Taille und waren nicht länger. Das war schade denn ich hatte es extra als Zweiteiler machen lassen um Rock und Corsage auch alleine tragen zu können.
    Ansonsten wäre ich generell eher an Hosen und Blusen für Maßschneidern interessiert. Wenn das Preisleistungsverhältnis stimmt.

    2. Erst Mal muss ich sagen das mir der Begriff "eure Zielgruppe" etwas sauer aufstößt. Ja ich weiß zum Marketingkonzept gehört auch immer eine Definition der Zielgruppe. Mich würde hier als Gegenfrage interessieren wie eure Zielgruppe aussieht.
    Denn Dicke Frauen/ Menschen als Zielgruppe würde ich irgendwie nicht genug definiert finden.
    Spezifische Vorauswahl ist ok, aber ich will nicht die typischen "dicke Leute" Muster und Stoffe haben. Ebenso sieht es bei Schnitten aus. Ich will modernes oder zeitloses haben und will nicht das kaufen was meine Schwiegermutter in Spe toll findet.
    Wenn ich schon viel Geld ausgebe sollten das qualitativ hochwertige Stoffe sein, ebenso moderne trendige Muster und eine Vielfalt sollte vorhanden sein. Und vielleicht sogar Dinge die ich sonst nicht bekomme.

    Thema 2: Online – mass configuration
    Gewicht und Alter spielen für mich für eine Maßanfertigung keine Rolle wenn man meine Maße hat dann reicht das. Ein Schneider nimmt auch nicht anderes noch ab. Das Alter ist vielleicht für die Marketingabteilung interessant aber nicht für die Herstellung eines Kleidungsstückes ebenso sehe ich das mit dem Gewicht.
    Die persönliche Einschätzung finde ich nicht gut auch wenn es dazu eine Erläuterung gibt. Die cm Angabe sollte reichen zum anfertigen. Alles andere kann zu verwirrung führen.

    Thema 3: Offline – Individualisierbarer Bekleidungskauf im Geschäft
    Im Rahmen des Forschungsprojektes geht es auch um die Entwicklung von Möglichkeiten der passformgerechten Herstellung von Bekleidung in Geschäften. In diesem Zusammenhang interessieren uns folgende Fragen:

    1. Wenn ich weiß das der_die Verkäufer_in gut ausgebildet ist ja, sonst nein. Kennen wir doch aus Dessousläden die Verkäufer messen fast zu 90% falsch. Wenn dann will ich eine Typgerechte Beratung die zu mir und nicht zum Verkäufer passt. Und da wäre das Problem das viele Modeverkäufer diesen Beruf nicht gelernt haben und nicht in der Materie sind.
    Also ja wenn ich weiß das vor mir qualifiziertes Personal steht. Es würde sich ja auch niemand von einem Arzt behandeln lassen der eigentlich Bio Lehrer ist.

    2. Wie gesagt wenn der Verkäufer vom Fach ist und das von dem was ich bisher weiß nicht zu extrem abweicht dann ja. Wenn ich nen 400€ Jobber da habe dann würde ich doch zweifeln.

    3. Ja wenn das gesamte Paket stimmt.

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